Dienstag, 15. Juli 2025

Tall Tales Buch 09 und Buch 10

 So, liebe Leserinnen, ihr habt es schon geahnt. Es nimmt kein Ende mit meinem Buchprojekt. Ich muss wirklich aufpassen, dass der Quilt nicht zu groß wird. Nein, ein Bettquilt soll es nicht werden. Ich sehe einen Quilt dieser Art eher an der Wand. 

Buch 09 Unser täglich Brot


Ganz klar, in diesem Buch steht das "Vater Unser". Für uns ist es schon fast eine Selbstverständlichkeit: jeden Tag ist genügend Brot vorhanden. Ein Grund, dankbar zu sein. So geht es nicht jedem Menschen auf der Welt. Achten wir, was wir haben. 

Wenn ich ehrlich bin, wirklich Hunger habe ich nie gehabt. Ich lebe in einer glücklichen Zeit. Aber geachtet wurde das Brot bei uns in meiner Kinderzeit sehr. 

Kennt ihr das "Hasenbrot". Ich habe es sehr gemocht. Wenn mein Vater beruflich ein paar mehr Stunden unterwegs war, dann wurden Brote geschmiert, die er zum Verzehr mitgenommen hat. Manchmal kam es vor, dass er sie nicht alle gegessen hat, möglicherweise gab es auch eine Verpflegung vor Ort. So genau weiß ich das nicht. Wenn er dann abends nach Hause kam, die Reste der Brote wieder mitbrachte, dann nannte man sie Hasenbrote. Keine Ahnung, woher die Bezeichnung stammte. Wegwerfen? Niemals! Wir Kinder haben sie gerne gegessen. Das gab es ja nicht jeden Tag. Papa war wieder da. Mit Hasenbroten! Egal, ob sie ein wenig trocken waren. Die Brote waren mit Papa unterwegs! Ich bezweifle sehr, ob sich heute noch Kinder darüber freuen würden. Aber eines ist geblieben: Wenn ich Tagestouren unternehme, z.B. zu Patchworkausstellungen, dann wird Verpflegung möglichst mitgenommen. 

Gelesen habe ich einmal, wie schwierig es in früheren Zeiten sein konnte, immer genügend Getreide für das tägliche Brot zu haben. Falls es eine schlechte Ernte gab, war das Korn knapp. Man wusste, im Winter würde es nur wenig zu essen geben. Und trotz Hunger musste man dafür sorgen, dass für das kommende Jahr genügend Saatgut vorhanden war. Man musste verzichten! 

Buch 10 - Krähen


 Im ersten Moment denkt ihr bestimmt "Nanu, ein Buch mit Sonnenblumen gibt es doch schon". Richtig. Aber auf die Sonnenblumen kommt es bei diesem "Buch" gar nicht an. 

Ihr kennt alle das Märchen von den "Bremer Stadtmusikanten". Natürlich. Und ... eine Krähe kommt nicht darin vor? Nein, natürlich nicht.  

Vorweg noch: Krähen - Raben - hm, so genau kenne ich den Unterschied nicht. Bei mir sind es Krähen. 

Vor Jahren brachte die Verdener Künstlerin eine Postkarte mit dem Titel "Verdener Stadtmusikanten" heraus.

Bei den Bremer Stadtmusikanten gibt es Esel, Hund, Katze und Hahn. 

Bei den Verdener Stadtmusikanten gibt es Pferd, Rind, Storch und Krähe.  

Unten zu sehen ist das Pferd. Das steht für den Hannoveraner Verband, dem Zentrum der Pferdezucht. Neben dem Sport finden hier in meiner Heimatstadt auch die Auktionen für die Hannoveraner Pferde statt. Gelegentlich auch Turniere. 

Darüber ist das Rind zu sehen. Das steht für die Rinderproduktion Niedersachsen mit Sitz in Verden. Von hier werden Betriebe mit Fleichrinderrassen betreut. Und auch da gibt es Auktionen und ganz besonders beliebt bei den Besuchern ist die "Schau der Besten" . Da wird die schönste Kuh gewählt. So eine Kuh ist ja auch nicht nur von Natur aus schön. Die muss vorher ordentlich gewaschen, gefönt .... und was weiß ich ... werden. Tja, das Leben eines Models ist nicht einfach... auch nicht, wenn man eine Kuh ist.

Das nächste Tier ist der Storch. In Verden befindet sich die Storchenpflegestation für den Landkreis Verden. In den 60er Jahren gegründet von Helmut und Gerda Storch. Ja, ihr lest es richtig. Das Ehepaar hatte den Namen Storch und hat sich in seiner Freizeit der Pflege von kranken Störchen gewidmet. Das ist kein Zoo. Das Ziel ist es, kranke Störche gesund zu pflegen, damit sie im Spätsommer in den Süden fliegen und ein ganz normales Storchenleben führen können.

Ganz oben ist eine Krähe. Dieser sehr schlaue Vogel ist nicht so positiv besetzt. Sie nisten in großen Kolonien und sorgen für reichlich Lärm und auch entsprechende Hinterlassenschaften. Was soll ich sagen, wir haben in unserer Stadt ein Krähenproblem. In der letzten Zeit haben sie auch den Weg zu uns in den Garten gefunden. Erst kommt eine Krähe, kundschaftet alles aus. Aha, da hängt doch eine Futtersäule. Das könnte man ja auch einmal probieren. Und schon hat die Krähe ihre Verwandschaft im Gefolge.

Wir tragen es mit Fassung. 

Das sind also Buch 09 und Buch 10.

Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund.  

7 Kommentare:

  1. Liebe Renate,
    deine beiden Bücher sehen klasse aus und die Geschichten, die du dazu schreibst, sind klasse. Ja, Hasenbrote kenne ich auch, aber ich mochte sie noch nie. Ich habe mein Schulbrot immer aufgegessen, bis auf einmal, da haben wir, da unsere Eltern unterwegs waren, bei Bekannte übernachtet und ich bekam Hauschlachterotwurst auf's Brot. Die mochte ich aber überhaupt nicht und habe das Brot nicht aufgegessen, abends sollte ich es dann essen... Das kannte ich von zu Hause nicht und ich muss heute noch daran denken (und es schüttelt mich).
    Liebe Grüße Viola

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  2. Liebe Renate,
    so schöne Geschichten zu den Büchern!
    Die Bezeichnung Hasenbrot kenne ich auch und habe gerade mal nachgelesen:

    "Hasenbrot...nannte man einst die übriggebliebenen angetrockneten Butterstullen, die Vater den lieben langen Tag in der Blechdose herumgetragen hatte und die niemals weggeworfen wurden.
    Irgendwie erinnerten sie schon ein bißchen an das alte, harte Brot, das gewöhnlich an Hasen verfüttert wird - der Name soll denn auch daher kommen, daß Bauern, die die Brote wieder mitgebracht hatten, ihren Frauen erzählt haben sollen, daß die Hasen daran geknabbert hätten.
    Der Verfasser des »Deutschlandliedes« August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) hat dem »Hasenbrot« anno 1845 gar ein Gedicht gewidmet:
    »Und wenn mein Vater geht zur Stadt,
    So bringt er mir was mit,
    Bald Mandeln und Rosinen,
    Bald Obst und Kuchenschnitt.
    Und geht er auch nur über Feld,
    So denkt er dann auch mein:
    Er bringt mir immer etwas,
    Sollt's trocken Brot auch sein.
    Das trockne Brot, das schmeckt gar gut,
    Denn wie mein Vater sagt,
    So hat er's auf dem Felde
    Dem Hasen abgejagt«.
    Aus »Kinderlieder«
    (Quelle:https://www.gutefrage.net/frage/woher-kommt-der-begriff-hasenbrot)

    LG
    Elke

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  3. Liebe Renate,
    wieder sind zwei hübsche Bücher für deinen Quilt hinzugekommen. Die Geschichten dazu fand ich sehr interessant zu lesen. Den Begriff Hasenbrote kannte ich nicht und auch die Verdener Stadtmusikanten waren mir bisher unbekannt.
    Herzliche Grüße
    Gudrun

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  4. Liebe Renate,
    wieder sind zwei sehr schöne Bücher fertig geworden mit interessanten Geschichten dazu.
    Wenn ich früher als Kind mit meinen Eltern eine Tagestour gemacht habe, wurde auch immer reichlich zu Essen mitgenommen. Auch heute, wenn ich zum Sportplatz fahre, ist immer meine Tasche mit Tee und Essen dabei. Klar wird sich auch eine Bratwurst geholt, aber das Brot oder Brötchen gehört dazu.
    Die Verdener Stadtmusikanten kannte ich bislang auch noch nicht.
    Eine schöne Rest-Woche und liebe Grüße, deine Manuela

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  5. Liebe Renate,
    danke für die Geschichten zu deinen neuen Büchern. "Hasenbrote" kannte ich bisher nicht, aber ich nehme mir auch sehr gerne Proviant auf Reisen oder bei längerem Aufenthalt außer Haus mit, auch Wasser zum Trinken.
    Schon 10 Bücher hast du fertig genäht, du bist sehr fleißig!
    Liebe Grüße und einen schönen Abend, Erna

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  6. Liebe Renate, zwei tolle Erzählungen mit den neuen Büchern hast du uns beschert. Übrige Brote gab es bei uns nie. Da wurde alles aufgefuttert. Aber ich erinnere mich als ich ein Kind war und im Winter durchgefroren und hungrig vom Skilaufen heim kam (ja laufen, denn der Abhang war weit weg und so war es meist "Langlauf") Da rief ich schon vom Treppenhaus in den dritten Stock: "Mama, mach mir schell zwei Butterbrote" ;-))
    Krähen - eine Plage, aber auch interessant. Wir haben auch ganze Schwärme, die über Nachbars Kirschen herfallen. Krähen sind sehr klug. Sie erinnern sich auch an Gesichter und geben das sogar ihren Nachkömmlingen mit. Einmal haben sie mir auch "Geschenke" gebracht nachdem ich etwas altes Brot raus geworfen habe (was nicht oft passiert) Da fand ich eine rote Murmel und einen Penny vor der Haustüre. Neulich bestätigte eine Bekannte, dass sie auch was von den Krähen bekam. Eine Büroklammer und einen Ring von einer Getränkedose ;-))
    Vielleicht machst du passende Kissen aum Wandbehang, wenn du einfach zu viel Lesestoff fabrizierst?
    Weiterhin viel Spaß bei deiner "Bücherei"
    Ursula

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  7. oh ja.. Hasenbrote kenne ich auch ;)
    ebenso Hanoveraner ..
    meine Tochter hatte eine Stute
    für die sie sich die Papiere besorgte
    Krähen sind sehr schlau ..
    (eine Krähe ist ein Rabenvogel ;) )
    aber ich kann sie auch meist nicht auseinander halten
    wir haben hier Dohlen
    deine Bücher sind wieder sehr schön
    LG
    Rosi

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