Sonntag, 31. August 2025

Lange her

 Ganz herzlichen Dank für eure netten Kommentare. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich werde in der nächsten Zeit mehr zu den einzelnen Büchern schreiben und auch ein wenig in Erinnerungen schwelgen. "schmunzel"

In der letzten Zeit war hier ziemlich viel los. Die Tage verliefen oft nicht wie geplant. Aber es sieht nach Licht am Ende des Tunnels aus. 

Klar, ich habe auch immer ein wenig genäht. Das muss einfach sein. Wie sagte doch einmal ein Mitarbeiter von Heide Simonis, der ehemaligen Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein? "Wenn sie nicht wenigstens ein paar Stiche genäht hat, dann ist ihre Stimmung nicht so gut." Heide Simonis war eine begeisterte Quilterin und hat ihre Quilts mit der Hand genäht. (Jedenfalls soweit ich das weiß). Einige ihrer wunderbaren Arbeiten habe ich bei Ausstellungen auch in natura gesehen. Sehr beeindruckend.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen, ich will mich natürlich nicht mit Heide Simonis vergleichen. Aber eines paßt, wenn ich nicht wenigstens ein paar Stiche nähen konnte und das womöglich über Tage hinweg, dann bin ich - na sagen wir mal - leicht genervt.

Aber nun zu meinem Quilt, den ich euch heute zeigen möchte.  

So langsam verabschiedet sich der Sommer. Schon morgen ist der meteorologische Herbstanfang. Zeit, mal wieder einen Herbstquilt hervorzuholen. Ich mache das jetzt einfach mal. Auch, wenn nach meinem Geschmack der Sommer gerne noch andauern darf.

Vor vielen Jahren habe ich bei einem Quilttreffen 6 Blöcke zum Thema "Unser Dorf an einem sonnigen Herbsttag" gewonnen. Mit viel Freude und noch mehr Beratung durch meine Quiltfreundin Silke habe ich diesen schönen Wandquilt daraus genäht. Und ich freue mich jedes Jahr wieder, wenn ich ihn betrachten kann. 


 Man merkt, es hat mir schon damals viel Spaß gemacht, in meinem Vorrat zu wühlen und mit ganz vielen unterschiedlichen Stoffen die Blöcke zu einem Quilt zusammenzufügen. Kann man genug Stoffe haben? Ach, da gibt es immer wieder den einen oder anderen Zentimeter, der noch Platz finden könnte im Stoffregal. "lach"

Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund.  

Sonntag, 24. August 2025

Warum eigentlich nicht?

 Ja, warum eigentlich nicht? Warum soll ich euch eigentlich noch nicht mein fertiges Tall Tales Quilt Top zeigen?

Aber vorab noch etwas zum Thema Urlaub. Das waren ja die Themen meiner letzten Tall Tales Bücher. Wie lange hatte man denn damals Urlaub? In den 1950er und Anfang der 1960er Jahre waren es gerade mal 2 Wochen Jahresurlaub. Und das bei längerer Tagesarbeitszeit. Heute für die jüngeren Menschen kaum noch vorstellbar. Und man arbeitete in den meisten Fällen hart. Man wollte sich ja etwas leisten können. Und man verzichtete auch auf viel, um selbstgesteckte Ziele erreichen zu können.

Aber zurück zu meinem Tall Tales Quilt. Das Top ist ja schon einige Zeit fertig. Ich konnte einfach nicht aufhören, die Bücher zu nähen. Es hat wirklich viel Spaß gemacht. 

 Und es könnten noch viel mehr sein. Aber nun ist es erstmal gut. Allerdings gibt es da noch einen Karton, in dem ich weitere "Titel" sammeln möchte. :-) Da fehlten mir noch Stoffe zu London, es fehlten Stoffe mit Autos. Ja,ja, die Zeit als ich Führerschein gemacht habe usw. Ach, was es da noch so alles gibt.  Warten wir es mal ab, vielleicht gibt es noch mehr zu dem Thema. Damit meine ich jetzt, dass es nicht ausgeschlossen ist, das ich einen weiteren Quilt nähe. Aber das hat Zeit. 

Nun möchtet ihr das Top sehen? Bitte sehr:


 Die Geschichten zu den bisher noch nicht gezeigten Büchern muss ich noch aufschreiben. Ob ich das hier auf dem Blog mache, darüber denke ich noch nach. Das wird ja vielleicht für euch auch langweilig.

Auf alle Fälle werde ich Violas Vorschlag realisieren. Ich werde speziell zu diesem Quilt für mich ein Fotobuch machen. Es gibt einfach noch zu viele Geschichten, an die ich mich erinnern möchte. 

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch.

Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund (oder werdet es wieder) 


 

Samstag, 23. August 2025

Tall Tales Bücher 16 und 17 und 18

 Weiter geht es mit den Geschichten zu den Büchern. 

Die Geschichten für das Buch Nr. 15 (Hagenbeck usw.) gehörten in die Zeit Mitte der 1950er Jahre. 

Auch die nächsten drei Bücher haben Urlaubzeiten zum Thema.   Geld für große Reisen hatten damals die wenigsten Menschen in der Bundesrepublik. Aber so langsam ging es aufwärts, man konnte sich ein wenig mehr leisten. 

Wie schon geschrieben, wir hatten kein Auto. Und so ging es auch den Eltern meiner Freundin. Immerhin hatte Uschis Vater einen Führerschein und ihre Mutter genoss Fahrten in die Umgebung und auch kleinere Reisen. Die Lösung: Es gab Autovermietungen. Man konnte für ein paar Stunden, für einen Tag oder auch für eine Woche ein Auto mieten. Und eine solche Autovermietung gab es ganz bei uns in der Nähe. Beliebt war der VW Käfer. 

Ich hatte das große Glück, dass ich oft von den Eltern meiner Freundin mitgenommen wurde. Mal ging es 20 km weiter zum Kaffeetrinken am Mittwochnachmittag. Da hatte Uschis Vater oft frei. Oder ich kann mich an eine Fahrt an den Maschsee in Hannover erinnern. Welch ein Ereignis. Eine Strecke immerhin so an die 100 km. 

Es kam noch besser. Uschis Eltern planten eine Woche auf der Insel Norderney. Ein Urlaub an der Nordsee!


 Ich denke, es war 1959. Ich war 14 Jahre alt. Uschis Eltern wohnten in einem Hotel. Uschi und ich, wir wurden bei einer Familie untergebracht, die ihre Zimmer privat vermietete. Ein Zimmer mit Waschbecken. So war das damals. 

Welch ein Vertrauen man schon damals in uns gesetzt hat! Einmal täglich mussten wir uns bei Uschis Eltern melden, die restliche Zeit konnten wir nach unseren Wünschen verbringen. Wir haben das Vertrauen auch nicht missbraucht.

Eine Woche am Strand verbringen. Herrlich. Uschis Vater hatte uns einen Strandkorb gemietet. Wasser, Sonne, Strand. Guckt euch mal den Buchtitel an. Ist das nicht ein köstliches Bild?

Ein wenig Kultur gab es auch. Ich kann mich an einen Ballett Abend im Kurhaus erinnern. Auch das war ein Ereignis. 

Ein Jahr später durfte ich dann wieder für eine Woche mit in die Sommerferien. Da ging es nach Grömitz. In den 1950er und 1960er Jahren reiste man mit kleinem Gepäck. Erstens besaß man noch nicht so viel und zweitens, der Kofferraum im VW war wirklich nicht üppig. 

Dann gab es erstmal eine kleine Pause. Und 1963 durften wir ganz allein in den Urlaub fahren. Für alle Jüngeren unter meinen Lerser**innen, zu der Zeit wurde man erst mit 21 Jahren volljährig. Wie gesagt, unsere Eltern haben viel Vertrauen in uns gesetzt. Die Reise ging mit dem Zug nach Berchtesgaden. Eine schöne Zeit mit vielen Wanderungen. 

Dann kam die Gründung der Familie. Urlaub war Nebensache. Hausbau war wichtiger. Und erst 1972 konnten wir wieder eine kleine Reise planen. Es ging nach Simonsberg nach Schleswig-Holstein. Da waren wir schon zu viert.

Buch Nr. 18 erinnert mich an das Hotel, in dem wir damals wohnten. 

Die Zeit des Käfers war dann auch vorbei. 

Das Auto wurde deutlich größer. Die Ansprüche wurden es auch. Es war deutlich mehr Gepäck, das wir unterbringen mussten. 

Aber aus heutiger Sicht gab es auch da viele Momente, über die ich heute schmunzeln muss. Wir hatten eine Reise nach Österreich geplant und dafür eine Ferienwohnung angemietet. Mit zwei Kindern machte das durchaus Sinn. Trotz guter Planung, es war passiert, die Socken kamen erst in letzter Minute aus der Waschmaschine und noch nicht trocken. Aber für alles findet sich eine Lösung. Ich habe sie einfach hinten auf der Konsole ausgebreitet und bei Würzburg wurden sie gewendet. Bei der Ankunft am Urlaubsort waren sie trocken. Unnötig zu sagen, mein Mann war nicht begeistert.

Nun gut, auch er hatte so seine kleinen Überraschungen für mich. Sparsam, wie er auch heute noch ist, fand er es ratsam, einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln mitzunehmen. Nun gut, das eine oder andere Teil können wir ja einpacken. Aber auch am Urlaubsort gibt es alles zu kaufen. Und ich hatte mir auch gedacht, dass gelegentliches Essengehen schön sein könnte. Meine Kinder konnten schon früh mit Messer und Gabel umgehen und hatten gute Tischmanieren. Aber das ist ja alles mit Kosten verbunden. Also gut, einverstanden, einige Lebensmittel können mit.

Aber als mein Mann eine Pappe mit 30 Eiern im Auto verstauen wollte, da habe ich energisch gestreikt. Ich denke, das könnt ihr verstehen. Auf der Fahrt hatte ich mich wieder beruhigt, 1000 mal die Fragen der Kinder beantwortet, wann wir nun endlich da sind und die Socken waren ja auch gewendet und trocken. Alles gut. Das würden schöne Ferien werden. Kurz vor dem Ziel habe ich dann gesagt, dass es doch gut war, die Eier zu den Nachbarn zu bringen  .... und, was macht er, der beste aller Ehemänner??? Guckt mich an und sagt: Wieso zu den Nachbarn, da sitzt du drauf. Ich habe die Eier einfach unter den Beifahrersitz geschoben. 

Es passiert mir wirklich selten, aber das war so ein Moment. Ich war sprachlos. 

In diesem Sinne. 

Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund. 

Mittwoch, 20. August 2025

Überstunden für die Nähmaschine

 Zuerst allerherzlichsten Dank für die lieben Kommentare zu meinem letzten Post. Ich freue mich sehr, dass ich so viele Rückmeldungen bekomme. Das gibt mir auch Kraft für das Leben, das so manche Herausforderung für mich vorgesehen hat.

Und jetzt hat die Nähmaschine Überstunden gemacht. Das musste einfach sein. Beim 365er Challenge Quilt ist die erste dunkle Runde komplett. Und so sieht das jetzt aus:

Da mir wie üblich die Quilthalter fehlen, habe ich versucht, das bisherige Ergebnis auf dem Boden auszulegen. 

96 Blöckchen in der Größe von 3 inch sind an das Mittelteil angenäht. Manche Nahtzugabe konnte ich nur durch Pressen mit dem Dampfbügeleisen überzeugen, sich in die von mir gewünschte Richtung zu legen. Ich hatte zwar darauf geachtet, Four-Patch-Blöcke und Nine-Patch-Blöcke möglichst abwechselnd anzuordnen, aber es war trotzdem nicht einfach. Die Blöcke sind halt sehr klein und die Nahtzugaben reichlich. 

Jetzt ist das Teil ca. 1,05 m x 1,05 m groß. 

Nun sind die hellen Blöcke dran. Ich hoffe, dass die von mir genähten 50 Blöcke in der Größe von 6 inch passen. Sonst werde ich noch den einen oder anderen Block neu nähen müssen. 

Zur Erinnerung das Bild, wie meine Version dieses Quilts in etwa aussehen könnte. 

Da hatte ich mir eine Collage gebastelt. Ob der Plan mit der äußeren dunklen Runde so bestehen bleibt, das weiß ich noch nicht. Aber die Runde ist ja auch noch nicht dran. Das hat noch Zeit. 

Wer sich genau mit diesem Quilt beschäftigt hat, der hat sicherlich gleich erkannt, dass ich andere Eckblöcke für das Mittelteil genäht habe. Erstens mag ich es gerne, wenn ich meine Quilts auf Anhieb erkennen kann, auch wenn ich einer bestimmten Vorlage folge, zweitens geben diese Eckblöcke meine Gefühle für das schwierige Jahr 2016 und auch die nachfolgende Zeit wieder und drittens finde ich persönlich, dass sie sehr gut in das Layout passen.

Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund. 
 

 

Sonntag, 17. August 2025

Tall Tales Buch 15

 Ein klein wenig möchte ich mit meinen Geschichten zu den Tall Tales Bücher vorankommen. 

Es ist Sommer. Wie sah das früher in den Sommerferien aus? Urlaubsreisen? Flüge nach sonstwohin? Nein, das gab es nicht.

Ich erinnere mich daran, dass meine Eltern mit meinem Bruder und mir für 3 Tage eine Rhein-Mosel-Ahr-Fahrt gemacht haben. Nicht mit dem Auto. Nein. Ein Auto hatten wir nicht. Da wurde eine Fahrt mit dem hiesigen Busunternehmen gebucht. Für diese Reise wurde eigens ein Koffer angeschafft. Ein brauner Lederkoffer. Diese Fahrt war die einzige Reise in dem Sinne, die wir in meiner Kindheit unternommen haben. 

Abgesehen von zwei Tagestouren. Auch wieder mit dem Bus. Und da ging es einmal in den Tierpark Hagenbeck nach Hamburg. Das war schon aufregend die ganzen Tiere zu sehen. Besonders beeindruckend fand ich die Elefanten und die Affen.

 

Und eigentlich sollte das entsprechende Buch auch einen Elefanten zeigen. Aber ich gestehe, beim Zuschneiden des ohnehin knappen Stoffstückes ist mir ein Mißgeschick passiert. Deshalb zeige ich hier ein Buch mit einem Zebra. 

Also keine großen Reisen. Wer konnte sich das schon leisten? Wir Kinder spielten im Garten. 

Ich denke, dieses Foto ist 1949 bei uns im Garten entstanden. Es zeigt meine Eltern mit meinem jüngeren Bruder und mir. Wer nicht fehlen durfte, war meine Freundin Uschi (ganz links zu sehen). Uschi ist ein Jahr älter als ich und wir sind bis heute befreundet. 

Aber ich möchte ja noch eine Geschichte zu dem braunen Lederkoffer erzählen. Richtig auf Reise gegangen ist er erst viel später, als ich die ersten "Reisen" unternommen habe.

Aber zweimal im Jahr hatte dieser Koffer doch seinen Auftritt. :-) Bei uns im Ort gab es nicht so viele Geschäfte und deshalb auch nicht viel Auswahl für Bekleidung. Es wurde viel selbst genäht. Aber manchmal musste man halt auch etwas kaufen. Deshalb sind wir einmal im Frühling und einmal im Herbst in das ca. 36 km entfernte Bremen zum Einkaufen von gefahren. Meine Eltern, mein Bruder und ich. 

Zeitig am Samstag vormittag ging es zum Bahnhof, Fahrkarten wurden gekauft und das erste Ziel war immer das Restaurant bei Karstadt. Da wurden Getränke bestellt und das mitgebrachte Butterbrot wurde ausgepackt und wir haben uns gestärkt. Ja, das war damals noch möglich. Man konnte sich noch Brote zum Verzehr mitbringen. Heute undenkbar. 

Vier Personen zum Einkauf. Da kam schon etwas an Tüten und Taschen zusammen. Auch wenn die Anzahl der Kleidungstücke pro Person schon begrenzt war. 

Mein Vater musste die meisten Einkäufe tragen und das wurde ihm irgendwann zu viel. Und jetzt kommt der braune Lederkoffer ins Spiel. :-) Der wurde morgens leer mit nach Bremen genommen (was für viel Verwunderung bei Bekannten sorgte, denen wir unterwegs auf dem Weg zum Bahnhof begegneten. Oh, Familie M. fährt in Urlaub? Nein, Familie M. fährt einkaufen.). Der Koffer wurde dann in Bremen bei der Sammelkasse bei Karstadt deponiert. Wir machten relativ stressfrei unsere Einkäufe. Alle Tüten mit den bereits gekauften Artikeln wurden zwischendurch immer wieder an der Sammelkasse abgegeben und wanderten in den Koffer. Ich finde, mein Vater hatte da eine wirklich geniale Idee. 

Schuhe wurden allerdings vor Ort gekauft. Bei Salamander Meier. Da gab es eine gute Auswahl an ordentlichen Schuhen. Um die passende Größe herauszufinden, wurden die Füße durchleuchtet. Heute undenkbar! Damals galt das als der neueste Schrei. Gedanken um die Folgen hat sich niemand gemacht. 

Bald geht es mit den Geschichten zu den nächsten Büchern weiter. Ich verrate euch mal was. Das Top für den Tall Tales Quilt ist ja schon fertig!!!!  Und ich nähe und nähe und nähe .....

Ausgebremst wurde ich nur durch einige Arztbesuche und das ausgerechnet an den heißesten Tagen der Woche. Da muss man durch. 

Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund.  

  



Montag, 11. August 2025

365er Challenge - einen Schritt weiter

 Ja, was so ein schönes Nadelbuch für Folgen haben kann! Man freut sich über die neue Ordnung und siehe da, man möchte mehr Zeit an der Nähmaschine verbringen.

Warum nicht am 365er Challenge nähen. Immer wieder ein paar kleine Schritte und schon kommt man dem Ziel näher, diesen Quilt möglichst in diesem Jahr noch fertigzustellen.

Das Mittelteil liegt ja schon länger hier. 

Als nächstes kommt eine Runde mit den kleinen 3 inch großen Blöcken. Ich hatte sie schon mehrfach gezeigt, aber noch einmal zur Erinnerung. Einige Blöcke sind einfach.

 

Manche haben ganz schön viele Teile auf den ca. 7,5 cm Blöckgröße.
 


Und nun hatte ich Lust, ein paar dieser Blöcke für die erste dunkle Runde zusammenzunähen. 
 


Ein wenig zu kämpfen hatte ich schon mit den vielen Nahtzugaben. Aber es wird. Mal sehen, ob ich diese Woche noch weitere Fortschritte zeigen kann. 
 
Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund.  

Sonntag, 10. August 2025

Hexagon Low Volume Quilt

 Zunächst möchte ich mich für die netten Kommentare zu meinem letzten Post bedanken. Das Nadelbuch ist wirklich der Hammer. Und so durfte es auch gestern mit zu einem Nähtreffen und ist dort sehr bewundert worden. 

Schon im Juli sind 2 weiter Blöcke für meinen Hexagon Low Volume Quilt fertig geworden. 

Ihr erinnert euch? Von meiner bunten Blumenwiese habe ich ganz viele Hexagonblumen übrig und die werden jetzt verarbeitet. Hier ein paar der Blüten. Ich denke, so rund 30 sind noch vorhanden und dazu noch ganz viele einzelne bezogene Hexagonschablonen. 


Zunächst appliziere ich sie auf helle Hintergrundstoffe. Zuerst wird dafür die Restekiste mit entsprechend größeren Stoffstücken geplündert. 3 Blöcke hatte ich früher schon gezeigt. Nun die Blöcke, die im Juli fertig wurden. 

Noch habe ich keine Ahnung, wie groß der Quilt werden soll. Aber das hat auch noch Zeit. 
Mein Plan: Ich nähe die applizierten Blöcke zu Streifen zusammen und werde versuchen, sie mit der Hand zu quilten. Mit hellen Verbindungsstreifen wird dann alles zu einem Quilt verarbeitet. Mal gucken, wie das klappt. 
Die einzelnen Blüten habe ich auf eine meiner Tischdecken aus altem Bauernleinen gelegt. Die Spitze dazu habe ich gehäkelt. Dabei habe ich dann auch meist für die Ecken eine Lösung gesucht. Dazu dann noch ein kleines Monogramm. Hier ein kleiner Eindruck.
So, nun wünsche ich allen einen wunderschönen Restsonntag. Der Sommer kommt zurück. 
Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund. 



 

Mittwoch, 6. August 2025

Ein ganz besonderes Buch

 Heute werde ich euch von einem ganz besonderen Buch berichten.

Kennt ihr das auch? Da näht man seit Jahren, kauft die eine oder andere Sorte Nadeln für die Nähmaschine und das sammelt sich ganz schön an. Möglicherweise habt ihr sie alle fein säuberlich sortiert. Ich muss gestehen, bei mir liegt die eine Packung in der einen Schublade, die andere an ganz anderer Stelle. Ordnung ist etwas anderes.


 Hier nur ein kleiner Teil meiner Nadelsammlung. :-)

Immer wieder bewundere ich die wunderschönen Nadelbücher, die Ute von 123-Nadelei auf ihrem Blog zeigt. Eigentlich sind das keine Nadelbücher, nein, das sind Kunstwerke.

Wie groß war die Überraschung, als Ute mir vor einiger Zeit schrieb, dass sie mir ein Nadelbuch schenken möchte. Ich durfte mir sogar eines aus ihrer Sammlung aussuchen. Das fiel schwer, sehr schwer. Ein Buch war schöner als das andere. Jedes hatte seinen eigenen Reiz. 

Und vor einigen Tagen ist eines dieser Kunstwerke bei mir eingezogen. 

Es ist noch viel schöner als auf dem Foto. Guckt mal genau hin. Ein wenig Glitzer, kann nie schaden. Die unterschiedlichsten Stoffe sind verarbeitet, ganz kleine Stoffstückchen ergeben ein wunderbares Bild. Ich musste lachen, als Ute mir schrieb, dass sie früher die Restchen der anderen Näherinnen aus den Abfalleimern gerettet hat. Kenne ich das nicht auch?  Etwas gestreifter Stoff (wie Bernadette Mayr es gerne in ihren Quilts verarbeitet) darf nicht fehlen, unterschiedliche Garne, ach, was gibt es da alles zu entdecken. Und dann alles so schön abgesteppt. 

Und das Nadelbuch verdient wirklich seinen Namen. Es ist ein richtiges Buch, man kann es hinstellen. 

Und so steht es im Moment auch noch bei mir im Wohnzimmer. Im Nähzimmer ist gerade ein wenig Chaos. Naja, da bin ich mal ehrlich, "wenig" trifft den Zustand nicht. Da muss erst aufgeräumt werden. Das Nadelbuch muss sich doch auch bei mir wohlfühlen. Da stimmt ihr mir sicherlich zu. 

Aber nun schaut euch das Innenleben an. 


Da gibt es auch Platz für Nadeln, die man für das Handnähen gebraucht. Einen Einfädler und ganz besondere Nadeln hat Ute mir gleich in das Buch gesteckt. Blindennadeln! Die hatte ich noch nie. Und sie werden gute Dienste leisten. Spannend!

 

Und dann kommen die vielen Seiten mit Fächern für alle Nadeln, die man für die Nähmaschine gebraucht. Und wer viel mit unterschiedlichen Nadeln arbeitet, der kennt das folgende Problem. Welche Nadel habe ich denn jetzt gerade in der Maschine? Utes Tipp, sie markiert den Nadeltyp mit einer alten Hutnadel. Super!!! Das werde ich übernehmen.

Und neben den ganzen Fächern für die Packungen gibt es noch Platz für benutzte Nadeln, die man so auch sortiert aufbewahren kann. Dank Hutnadel weiß man zukünftig ja, wo die gebrauchte Nadel hingehört. 

Ich bin so dankbar, dass ich diese wunderschöne Kostbarkeit jetzt hier in meinem Besitz habe. Ein wunderschönes quiltiges Geschenk!

Und weil ich mich so sehr über das Nadelbuch freue, gibt es dazu gleich noch ein paar Erinnerungen.  "lach"

Wie lange nähe ich schon? Sehr, sehr lange. Ich habe schon als Kind genäht. Wir hatten im Haus eine Singer Tretmaschine, die wohl aus den 1920er Jahren stammte. Leider existiert diese Maschine nicht mehr. Zunächst war es Kleidung, die ich genäht habe. Patchwork kam erst 1994 dazu. 

Tante Else, unsere Nachbarin, hat sich fast ihre komplette Kleidung genäht. Sie hatte entsprechende Zeitschriften abonniert. Die Neue Mode und später auch die Burda. Manchmal durfte ich darin blättern und ich habe mir auch mal einen Schnitt "ausgeradelt". 

Zu Tante Else, mit der wir nicht verwandt waren, wir waren einfach nur Nachbarn, kann ich auch etwas erzählen. Damals trug man als ordentliche Hausfrau tagsüber noch Schürzen. Und Tante Else kannte man eigentlich immer nur mit einer makellosen weißen Schürze. Ihr Geheimnis: Im Haus hatte sie eine weitere dunkle Schürze für die Putz- und Kocharbeiten darüber, die sie ganz schnell abnahm, wenn an der Haustür geklingelt wurde. 

Meine erste eigene Nähmaschine habe ich Anfang der 60er Jahre gekauft. Eine Adlerette. Und ich hatte lange darauf gespart. Solange meine Oma lebte, bekam ich Taschengeld von ihr. Da ich auch von meinen Eltern Taschengeld bekam und später ja selbst Geld verdiente, habe ich das Geld von Oma jeden Monat auf ein Sparbuch gebracht. Bei Nähmaschinen Philipp gab es diese elektrischen Nähmaschinen und so eine wollte ich haben. Anfangs bekam ich von Oma 20 DM. Das änderte sich später. Als ich geheiratet habe, gab es für mich nur noch die Hälfte, die anderen 10 DM bekam mein Mann. Typisch meine Oma. 

Viele Jahre habe ich auf der Adlerette genäht. 1985 bekam ich dann von meiner Mutter eine Husquarna Optima 150 geschenkt. Diese Maschine ist inzwischen bei meiner Tochter eingezogen. Es hat Vorteile, dass Nicola jetzt die Besitzerin ist. Früher musste ich häufig mal "schnell" an die Nähmaschine, wenn Tochter und Schwiegersohn zu Besuch waren, weil die eine oder andere Naht ausgebessert werden musste und in deren Haushalt nun mal keine Reparatur wegen fehlender Maschine möglich war.  

Nach dem Tod meiner Mutter im Jahr 2000 habe ich mir noch zwei Nähmaschinen gekauft. Eine Pfaff, das war übrigens meine Lieblingsmaschine. Aber leider hatte sie später einen Fehler, der sich nur mit großem Aufwand reparieren lassen kann. Sie steht gut verpackt im Nähzimmer und manchmal denke ich, vielleicht kann man sie doch noch einmal zum Leben erwecken. Und dann ist da noch meine Bernina. Ich muss zugeben, wir beide haben lange gebraucht, bis wir uns angefreundet haben. Ich sags mal so, es ist so etwas wie eine Zweckehe. Es funktioniert, ist aber nicht die wirklich große Liebe. Sie näht ordentlich und das ist das Wichtigste.

Aber nun zurück zu meinem Nadelbuch! 

Liebe Ute, ganz herzlichen Dank für dieses tolle Geschenk. Ich freue mich riesig darüber. Und wer weiß, vielleicht kann ich ja im nächsten Jahr nach Suhl zu den Patchworktagen kommen und lerne dich dann persönlich kennen. Bis dahin besuche ich dich weiterhin auf deinem Blog. 

Macht es gut, behaltet den Überblick und bleibt gesund.